GRENZWERTIGES

In einem meiner viel früheren Berufsleben war ich Wirt und Koch. Die Ur-Beiz bestand ja vermutlich aus der guten Stube, die man mit einem Tresen in eine private und eine öffentliche Zone teilte.  Und heute? Menschen, die  narrzistischen Heisshunger ohne Ende haben, werden scheints Schauspieler. Oder gehen in die Gastronomie. 

Und der Brückenschlag zu den Bildern hier? Der Tresen ist so was wie der Vorhang, die Grenze, der Schlitzverschluss. Davor die Bühne der Eitelkeiten, dahinter die Dunkelkammer der Neurosen. Vorne spielt man die Rolle, die narzistischen Hungergefühlen vorbeugt. Dahinter mit dem Gedanken, dass der Respekt vor der Kamera in Zuneigung zum Fotografen umschlagen könnte. Ziemlich verwirrend, nicht? Ich würde meinen, ziemlich eingebildet :-)