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MINENFELD

#kafisatzlesen 561/1565


M I N E N F E L D E R


«Blickst du durch?»

«Nein, weg.»

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Ich tu mir was an: Schönschreiber und Bösschwätzerinnen. Ab und an, zum Mitwissen. Ich lese also Köppel und Biografie und Büttner und Sprüngli und Ischjo Irgendwie Englattesiech. Ich sehe Weidel und der Wahrheit einer Wählermehrheit im Osten des Nachbars im Norden ins Gesicht. Ich blicke nach Süden oder Westen und sehe Fratzen. Im Land: Ich sehe Matter. Ich höre Blocher. Ich denke: Ackerettesichwerkann!


Ich träume? Meine Spiegelneuronen im Ausstand und mein Anstand tritt mich mit Füssen, wenn ich dem erliege. Erwachen. Zum Glück ist das alles weit weg. Früher Morgen. Ich blicke in noch unschuldig dreinblickende Minenfelder von Sitznachbarinnen, die ich beim Flirten bespitzle. Ich höre nichts. Es ist Sonntag.


((Anlass für diesen Schreckgespenst-Text gab ein böser und ein bitterböser Post der Basler Genderforscherin Franziska Schutzbach über die Faszination linker Männer (Journalisten) für rechte Populisten und damit die Frage nach ihrer allfälligen Mitschuld an deren Macht(missbrauch)).