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SINN-STIFTEND

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«Hoi. Darf ich dich fotografieren?»

«Hoi. Diese Frage stelle ich normalerweise.»

«Macht nüt. Ist für ein Kunstprojekt.»

«Also gut.»

Längeres, quirliges Gespräch. Dann Schuss.

«Zeig.»

.... 

«Läck, habe ich weisse Haare.»

«Ja aber soo lässig.»

«Was?»

«Deine Haare.»

Und husch, springt die Sinnkrise kaprijolend ins kalte Wasser. Und behält Oberwasser. Kurz wenigstens. Das Leben kann so schön sein. Am Zürisee. Im Sommer 😉


Linn Sinn fotografiert Menschen in Serie. A la carte und im Auftrag. Und so gehts: Auf die Vorderseite eines blanco Kärtchens schreibt man den Namen eines wichtigen Menschen, Influencers, Vorbilds. Auf die Rückseite eine kurze Begründung. Zusammen mit diesem Kärtchen posiert man dann fürs Foto. 


Mir kommt spontan Capus in den Sinn. Weil mir sein "Das Leben ist gut" grad Sinn stiftend gut tut. Grossartige Liebesgeschichte! Versprochen. Drum ist mir grad schnuppe, dass die heutige Geschichte rein gar nichts mit Kafi zu tun hat.

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