FAMILIENFLUCH?

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«Sie machen sich strafbar?»

«Bin schon genug gestraft!»

«Allez-y! Fahren Sie ab!»

«Le Train zurück à Zürick départe erst in einer demie heure.»


Den abgebildeten Anonymen Kaffoholiker habe ich in Lausane im Pain Quotidienbeim Bahnhof mit versteckter Kamera aufgenommem. Dialog reine Dillkür. Foto eine Straftat. Sorry.


Mag immer noch mit niemandem reden, weil ich total fokussiert bin aufs Dazenbankdesign. 


Aber heute vier Lichtblicklein: Aufgestellte Post der über 80jährigen Mutter, die neuen Visitenkarten, das Diplom von Ulrike, und die Handlese-App. Sie zeigt sich mir erstmals so, dass ich an ein gutes Ende glaube. Ein baldiges wirds leider nicht sein. Es ist, wie Fahren auf offenem Meer. Ohne Schiffsführerbrevet. 


Ich habe Angstattacken, dass ich völlig ab bin vom Kurs, den ich nicht kenne, mein Bauchkopf weiss lediglich, wie es sich am Ende der Reise anfühlen soll. Und wie das Ding dort aussieht. 


Und manchmal ist da auch die grimmige Angst, den Familienflzch zu beerben. Mein Grossvater väterlicherseits hat zeit seines Lebens versucht (am Ende total frustriert), eine wegweisende Logistiklösung auf den Weltmarkt zu bringen. Er war der Zeit um Jahrzehnte voraus. Hat sich jedoch in zweierlei Hinsicht getäuscht. Frau und Söhne unterstützten ihn nicht, er wurde von ihnen belächelt. Das war kurzsichtig! Er hat sich nämlich nur in einem vergriffen: im Material. 


Er hatte stur eine Lösung auf der Basis von Holz gesucht. Damals kein Thema. Der Kunststoff machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Heute wäre er wieder auf der Höhe der Zeit. 


Und der Link zu meiner App? Meine Angst, dass ich mit meinem Ansatz auch auf dem Holzweg bin. Den eigentlich wäre die ganze Sache ein Thema, um mit selbstlernenden Systemen bewältigt zu werden.

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