· 

SPIEGLEIN SPIEGLEIN ...

(409/1565)


«Du bist also Optmist mit beissendem Humor?»

«Geht so.»

«Gehts deutlicher?»

«Ich gehöre auf jeden Fall nicht zu den Menschen, die sich am Kopf kratzen, wenn sie kein Haar in der Suppe finden.»


Roberto Schlegel ist in erster Linie ein beredter Philosoph der praktizierten Selbstgenügsamkeit. Und dann sein eigener Herr und Meister. Das aber haarhaftig im schönsten Salon von Zürich. Was da heisst: Original Klavierlackmöbeli in Karminrot aus den Fünfzigern, wunderschöne Drehsessel mit Patina, Pendeluhr mit Kuckucks-Türli, schwarzes Wandtelefon mit Drehscheibe, Preisniveau von gestern und wenn das Wetter will, fährt der Less-is-More-Nostalgiker mit einer selbst in Schuss gehaltenen, bauchigen Originalvespa vor. Warum er Coiffeur geworden sei? Er möge die Menschen.


Gefragt nach seiner Medienauslage, die irgendwie passend auch von gestern ist, verweist Roberto auf den Spiegel. Der sei voll aktuell. Die Ähnlichkeit mit dem Feedback-Mantra seiner Kunden sei reiner Zufall. 


«Feedback-Mantra?! Wie tönt denn das?» 

«Spieglein Spieglein an der Wand, wer hat die aktuell beste Frise im ganzen ... »


Dialog und alles wie üblich reinste Dillkür respektive heute an den Haaren herbeigezogen. Die Koordinaten des Ladens werden trotzdem nicht verraten. Ausser man schickt mir eine PN :-)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0