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VERSCHWÖRUNGSTHEORIE?

(405/1565)


«Du kannst noch lachen?»

«Warum nicht?»

«Mir vergings beim Lesen deiner Geschichte.»

«Gut so.»


Heute ist ausnahmsweise auch das Portrait reinste Dillkür. Habe ich beim Geburtstagsfest eines Jugendfreunds und Vaters vorgeschossen. Den Flug über den grossen Teich, um ein zeitkritisches Kafisatzfoto seines Sohnes zu knipsen, konnte ich mir nicht leisten. Trotz administrativer Hochbegabung bin ich nämlich Opfer einer fiskalischen Nachsteuerverschwörung geworden. Heute war Zahltag. Allein deshalb war mir nicht nach Lachen zumute. 


Aus Kostengründen habe ich das obige Interview also virtuell führen müssen. Pipifax gegen das, wofür andere Menschen zahlen müssen. Ich weiss. Drum Ernst jetzt. 


Der Sohn meines Jugendfreundes, Alan Cassidy, ist "neuer" US-Korrespondent von Tagesanzeiger und Süddeutscher. Er hat eine Geschichte über den Augenzeugen von Charlottesville verfasst.


Der Augenzeuge hat das Attentat und den Autod der Frau damals zufällig gefilmt, ins Netz gestellt und sich damit zum Opfer einer Verschwörungstheorie gemacht, die in der Praxis Krieg bedeutet. Krieg gegen eine Privatperson. Da wird dir schlecht. 


Das heisst? Lesen! Und den Hut vor dem Mut aller Journalist*innen ziehen, die sich mit solcher Schreibe auch selber zur Zielscheibe machen.


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