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SÖLL ÄMOL CHO

(386/1565)


«Hast du etwas gegen fremde Financiers?»*

«Was solls.»

«Etwas gegen fremde Richter?»

«Was solls.»

«Sollte man die Selbstbestimmungsinitiative auch auf Socialmedia ausweiten?»

«Was solls.»

«Warum nicht?»

«Wers braucht, weiss, was das soll.»

«Was?»

«Frömde Financiers mit Daten füttern.»

«Und du?»

«Geht mich nichts an. Kein Facebook, kein Computer, kein Email, kein iPhone.»

«Und wie bezahlst du deine Rechnungen?»

«Das Frölein am Postschalter soll froh sein, wenn sie noch etwas zu tun hat.»

«Und die Zukunft?»

«Söll ämol cho.»


* Krimineller Handlungsspielraum: Tagesanzeiger, der schreibt, beim Referendum gegen das Schweizerische Geldspielgesetz sei ein Grossteil der Unterschriften vom "Ausland" bezahlt worden. 


Zufälliger Ansprechpartner: 

Nennenwirihnmalfritz, der erzählt, er hätte anno domini 1000 Leute auf der Payroll gehabt, einen PC der ersten Stunde geleast und heute eine Aversion gegen alles Digitale. 


Dialog:

Wie immer reinste Dillkür.


PS: FB eignet sich so wunderbar als Sündenbock. Wenn es einen Beweis gibt für unsere Kernkompetenz, das Verdrängen, dann der aktuelle Empörungs-Hype. Als hätten wir die Sauerei nicht längst in Kauf genommen. Wir könnten wenigstens genug Rückgrat haben und dazu stehen, dass wir schlichtweg alle süchtig sind und uns selber zu Beschaffungskriminellen machen. Mit jedem Post. Mit jedem Timeline-Streicheln. Mit jedem Pseudo-Protestchem gegen neue Spielregeln, die wir kurz und lauthals als menschenrechtsverachtend brandmarken und gleichzeitig und nachhaltig drauf scheissen.


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Kommentare: 1
  • #1

    me (Freitag, 23 März 2018 07:51)

    https://m.tagesanzeiger.ch/articles/5ab42294ab5c37431e000001