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SESSELKLEBER

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Süss, wie meine Baby-Affektabwehr kollabiert, sobald meine Nahkampfzone mittels Augenaufschlag und olfaktorischem Welpenschutzprogramm okkupiert wird (zur Erklärung: Zähle auch akustisch zu den Hochsensiblen).


«Lesen Sie auch Zeitung?»

«Ha! Schön wärs. Seit sechs Monaten komme ich nicht mehr dazu.»

«Wegen dem kleinen süssen Fratz oder dem Mann, der kein moderner ist?»

«Wie meinen Sie das?»

«Gleichberechtigung und so ...»

«Ach! Nöööö ... (lacht).»

«Ein Mädchen?»

«Nei, nei, scho ein Bub!»

«Oha lätz.»


«Was steht denn wichtiges drin?»

«Soll ich zitieren?»

«Ja.»

«Schweizer Cafe will kein Büro sein ... Da mobile Arbeiter ganze Café-Tische allein besetzen, um stundenlang zu arbeiten oder zu lernen, hats jetzt einem Betreiber (es ist eine Wirt-IN!) dä Nuggi use tätscht.»

«Ob schöppelen auch unter Arbeiten läuft?»

«Glaube ich nicht!»


«Hmmm ... komisch: Warum Schweizer Café? 


«Stimmt! Hats in den Ausländischen vielleicht weniger Sesselkleber?»


«Hmmm ...»


(Dialog grossteils aus den Fingern gesaugt, der süsse Bub heisst Luca, Frühschoppen ging vor, die Hände lesen lassen wollte er sich noch nicht, referenzierte Meldung: 20Minuten/S. 16)

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